Thermografie Kosten 2026 — Was kosten Wärmebilder?

Thermografie Kosten 2026 — Was kosten Wärmebilder?

Wärmebrücken, Dämmfehler und Feuchtigkeit sichtbar machen: Erfahren Sie, was eine Gebäudethermografie in Stuttgart kostet und wann sie sich lohnt.

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Die Gebäudethermografie ist eines der leistungsfähigsten Werkzeuge zur Analyse der energetischen Qualität eines Gebäudes. Mit einer Infrarotkamera werden die Oberflächentemperaturen der Gebäudehülle erfasst und als farbcodierte Wärmebilder dargestellt. So werden Wärmebrücken, fehlende Dämmung, undichte Stellen und Feuchtigkeitsprobleme auf einen Blick sichtbar — ganz ohne Eingriffe in die Bausubstanz.

In Stuttgart, wo Altbauten aus verschiedenen Bauepochen das Stadtbild prägen, ist die Thermografie ein besonders wertvolles Diagnoseinstrument. Von den Gründerzeithäusern in Stuttgart-West über die Nachkriegsbauten in Stuttgart-Ost bis hin zu modernen Energiesparhäusern auf dem Killesberg — jedes Gebäude hat seine typischen energetischen Schwachstellen, die eine Thermografie aufdecken kann.

Doch was kostet eine professionelle Thermografie? Wann lohnt sie sich? Und welche Unterschiede gibt es zwischen Außen- und Innenthermografie? Diese Fragen beantworten unsere Energieberater in diesem umfassenden Ratgeber.

Thermografie Kosten im Überblick

Leistung Kosten Umfang Geeignet für
Außenthermografie 150–400 € Alle Fassadenseiten, Dach Überblick, Wärmebrücken
Innenthermografie 300–800 € Alle Räume, Decken, Böden Detailanalyse, Feuchtigkeit
Kombination (Außen + Innen) 400–1.000 € Komplett-Paket Umfassende Analyse
Thermografie + Blower-Door-Test 500–1.200 € Thermografie + Luftdichtheit Neubau, KfW-Förderung
Drohnen-Thermografie (Dach) 300–600 € Dachfläche von oben Flachdächer, große Gebäude
Schriftlicher Bericht (Zusatz) 100–300 € Auswertung + Empfehlungen Dokumentation, Nachweise

Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zzgl. MwSt. und beziehen sich auf ein Einfamilienhaus. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien erstellen wir individuelle Angebote.

Außenthermografie — Der schnelle Überblick

Bei der Außenthermografie wird die Gebäudehülle von außen mit einer Infrarotkamera aufgenommen. Die Wärmebilder zeigen, an welchen Stellen Wärme aus dem Gebäude entweicht. Warme Bereiche auf der Fassade — dargestellt in Rot- und Gelbtönen — deuten auf eine unzureichende Dämmung oder Wärmebrücken hin.

Die Außenthermografie ist die schnellste und kostengünstigste Variante der Gebäudethermografie. Sie eignet sich besonders gut für einen ersten Überblick über den energetischen Zustand eines Gebäudes. Typische Befunde sind:

  • Wärmebrücken an Geschossdecken: Sichtbar als horizontale warme Streifen auf der Fassade, wo die Geschossdecke in die Außenwand einbindet.
  • Fehlende Dämmung: Einzelne Fassadenbereiche, die deutlich wärmer sind als die Umgebung, weisen auf fehlende oder beschädigte Dämmung hin.
  • Undichte Fensteranschlüsse: Warme Bereiche rund um die Fensterrahmen zeigen Wärmeverluste an den Anschlüssen.
  • Rollladenkästen: Nicht gedämmte Rollladenkästen sind auf Wärmebildern deutlich als warme Rechtecke über den Fenstern sichtbar.

Für die Außenthermografie gelten bestimmte Bedingungen: Sie muss bei einem Temperaturunterschied von mindestens 15 Grad Celsius zwischen Innen- und Außentemperatur erfolgen, idealerweise in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang. Die Heizperiode zwischen November und März ist der optimale Zeitraum.

Innenthermografie — Die Detailanalyse

Die Innenthermografie ergänzt die Außenaufnahmen durch detaillierte Messungen innerhalb des Gebäudes. Dabei werden Wände, Decken, Böden, Fensteranschlüsse und andere kritische Bereiche von innen aufgenommen. Die Innenthermografie liefert genauere Ergebnisse und deckt Schwachstellen auf, die von außen nicht sichtbar sind.

Besonders wertvoll ist die Innenthermografie bei der Suche nach Feuchtigkeitsschäden. Feuchte Stellen in Wänden und Decken haben eine andere Oberflächentemperatur als trockene Bereiche und sind auf Wärmebildern deutlich erkennbar. Dies ist besonders relevant für die Arbeit unserer Schimmelgutachter, die Feuchtigkeit als Ursache für Schimmelbefall identifizieren müssen.

Weitere Einsatzgebiete der Innenthermografie sind die Überprüfung von Fußbodenheizungen (gleichmäßige Wärmeverteilung, Leckagen), die Lokalisierung von Leitungen in Wänden und Böden sowie die Qualitätskontrolle nach Sanierungsmaßnahmen. In Kombination mit einem Blower-Door-Test können Leckagen in der Luftdichtheitsebene präzise lokalisiert werden.

Die Innenthermografie ist aufwändiger als die Außenthermografie, da jeder Raum einzeln untersucht werden muss. Möbel und Einrichtungsgegenstände vor den Außenwänden sollten nach Möglichkeit vor der Messung verrückt werden, damit alle relevanten Flächen zugänglich sind.

Wann lohnt sich eine Thermografie?

Vor einer energetischen Sanierung

Eine Thermografie zeigt genau, wo die größten Wärmeverluste auftreten. So können Sie die Sanierungsmaßnahmen gezielt dort ansetzen, wo sie den größten Effekt haben. Das spart Kosten und optimiert das Ergebnis. Im Rahmen eines Sanierungsfahrplans ist die Thermografie eine wertvolle Grundlage.

Nach dem Hauskauf

Wer eine Bestandsimmobilie gekauft hat, sollte den energetischen Zustand prüfen lassen. Die Thermografie deckt Schwachstellen auf, die bei der Besichtigung nicht erkennbar waren. So können Sie den Sanierungsbedarf realistisch einschätzen und die Kosten planen.

Bei hohen Heizkosten

Wenn Ihre Heizkosten auffällig hoch sind und Sie die Ursache nicht kennen, kann eine Thermografie die Antwort liefern. Undichte Fenster, fehlende Dachdämmung oder Wärmebrücken an Geschossdecken sind häufige Ursachen für überhöhten Energieverbrauch — und werden auf Wärmebildern sofort sichtbar.

Bei Feuchtigkeits- und Schimmelproblemen

Feuchtigkeit in der Bausubstanz und Schimmelbefall haben oft ihre Ursache in Wärmebrücken und Kondensation. Die Thermografie zeigt die kalten Stellen an Wänden und Decken, an denen sich Feuchtigkeit niederschlägt. Ein Schimmelgutachten kann darauf aufbauen.

Zur Qualitätskontrolle nach Sanierung

Nach einer energetischen Sanierung überprüft die Thermografie, ob die Maßnahmen fachgerecht ausgeführt wurden. Lücken in der Dämmung, Fehlstellen bei der Fenstermontage oder nachträgliche Beschädigungen werden sichtbar gemacht.

Beim Neubau als Qualitätssicherung

Auch bei Neubauten deckt die Thermografie Ausführungsfehler auf: mangelhaft verarbeitete Dämmung, Wärmebrücken an Anschlusspunkten oder unsachgemäß eingebaute Fenster. In Kombination mit dem Blower-Door-Test ist sie das umfassendste Instrument zur Qualitätssicherung.

Ablauf einer Gebäudethermografie

1

Terminvereinbarung

Wir stimmen einen Termin in der Heizperiode ab, idealerweise bei mindestens 15 Grad Temperaturdifferenz. Die Außenthermografie erfolgt vor Sonnenaufgang, die Innenthermografie kann tagsüber durchgeführt werden.

2

Aufnahme

Unser zertifizierter Thermograf nimmt alle relevanten Bereiche mit einer hochauflösenden Infrarotkamera auf. Bei der Außenthermografie werden alle Fassadenseiten fotografiert, bei der Innenthermografie jeder Raum systematisch erfasst.

3

Auswertung

Die Wärmebilder werden professionell ausgewertet und mit Realbildern verglichen. Jede Auffälligkeit wird identifiziert, beschrieben und in einen bauphysikalischen Zusammenhang gestellt. Kritische Stellen werden markiert und bewertet.

4

Bericht & Beratung

Sie erhalten einen schriftlichen Bericht mit allen Wärmebildern, Erklärungen und konkreten Handlungsempfehlungen. In einem persönlichen Gespräch erläutern wir die Ergebnisse und beraten Sie zu den sinnvollsten Sanierungsmaßnahmen.

Vorbereitung auf die Thermografie — Das sollten Sie beachten

Damit die Thermografie aussagekräftige Ergebnisse liefert, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Heizung mindestens 24 Stunden vor der Messung durchgehend laufen lassen. Das Gebäude muss gleichmäßig beheizt sein, damit die Wärmebilder aussagekräftig sind.
  • Fenster und Türen geschlossen halten. Lüften Sie nicht in den Stunden vor der Messung, da kalte Luft die Oberflächentemperaturen verfälscht.
  • Möbel von Außenwänden abrücken. Bei der Innenthermografie sollten Schränke und Regale von den Außenwänden weggerückt werden, damit alle Flächen zugänglich sind.
  • Rollos und Vorhänge öffnen. Für die Außenthermografie sollten Rollos hochgezogen sein, damit die Fenster sichtbar sind.
  • Fassade frei halten. Große Gegenstände wie Mülltonnen, Fahrräder oder Gartenmöbel sollten von der Fassade entfernt werden.

Die korrekte Vorbereitung ist entscheidend für die Qualität der Ergebnisse. Unser Team informiert Sie vor dem Termin detailliert über alle notwendigen Vorbereitungen. Als erfahrene Bausachverständige wissen wir genau, worauf es ankommt.

Häufig gestellte Fragen zur Thermografie

Was kostet eine Thermografie vom Haus?

Eine Außenthermografie kostet zwischen 150 und 400 Euro, eine Innenthermografie zwischen 300 und 800 Euro. Ein kombiniertes Paket liegt bei 400 bis 1.000 Euro. Die Kosten hängen von der Gebäudegröße und dem gewünschten Umfang ab.

Wann ist die beste Jahreszeit für eine Thermografie?

Die Heizperiode zwischen November und März ist ideal. Es sollte ein Temperaturunterschied von mindestens 15 Grad zwischen innen und außen bestehen. Die Außenthermografie erfolgt am besten vor Sonnenaufgang.

Was zeigt eine Thermografie am Haus?

Wärmebrücken, fehlende oder beschädigte Dämmung, undichte Fenster und Türen, Leckagen in der Gebäudehülle, Feuchtigkeitsschäden in Wänden und Decken sowie defekte Fußbodenheizungen.

Wird eine Thermografie gefördert?

Als Teil einer BAFA-geförderten Energieberatung oder bei KfW-geförderten Sanierungsmaßnahmen sind die Kosten förderfähig. Als Einzelmaßnahme wird die Thermografie nicht direkt gefördert.

Kann ich eine Thermografie selbst machen?

Technisch ist es möglich, eine Wärmebildkamera zu mieten. Die korrekte Interpretation erfordert jedoch Fachwissen. Fehlinterpretationen können zu falschen Maßnahmen führen. Eine professionelle Thermografie ist daher empfehlenswert.

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